Religion in der Schulentwicklung. Eine empirische Studie

Strutzenberger-Reiter Edda
Reihe: Praktische Theologie heute (Band 135)
Kohlhammer, 2016


Schulentwicklungsprozesse im Sinne der Entwicklung von Einzelschulen gelten als ein Instrumentarium, um ein friedvolles und gerechtes Miteinander an der Schule umsetzen zu können. Pluralisierungstendenzen fordern hier auch dazu heraus, sich mit der Frage nach Religion und religiöser Pluralität in der Schule auseinanderzusetzen. Die Autorin verknüpft den aktuellen Schulentwicklungsdiskurs mit theologischen und religionspädagogischen Perspektiven und legt eine systematische Analyse der Bedeutung von Religion und religiöser Pluralität in der Schulentwicklung vor. Ergänzend dazu wird mithilfe einer qualitativ-empirischen Studie aus Sicht katholischer ReligionslehrerInnen unter anderem dargelegt, wie Religion von ihnen an der Schule wahrgenommen und welche Bedeutung religiöser Pluralität in Schulentwicklungsprozessen zugeschrieben wird.

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Anders gemeinsam – gemeinsam anders? In Ambivalenzen lebendig kommunizieren

Maria Juen / Gunter Prüller-Jagenteufel / Johanna Rahner / Zekirija Sejdini (Hg.)
Ostfildern: Grünewald, 2015

Wer heute für eine bessere Welt, eine menschlichere Glaubensgemeinschaft oder eine lebendigere Schule eintritt, gerät schnell in Ambivalenzen, in denen es zu leben gilt, ohne sie souverän gestalten zu können. Die ambivalenten Auswirkungen der Globalisierung verschärfen Fragen nach Solidarität, Gerechtigkeit und demokratischer Mitbestimmung. Religionen sind herausgefordert, sich in Treue zur eigenen Tradition den Anforderungen der Zeit zu stellen.  Gegenwärtige Entwicklungen in Bildung  und Schule zeigen, dass zunehmende Erfahrungen von Ambivalenz und Ungewissheit neue Formen der Vergewisserung hervorrufen und bildungspolitische Entscheidungen blockieren.

Autorinnen und Autoren aus Europa, Indien, Kanada und den USA analysieren aktuelle Ambivalenzen in Bildung, Gesellschaft und Religionen; zeigen Probleme aber auch Potentiale auf und entwickeln zukunftsweisende Perspektiven lebendigen Kommunizierens.


„Den Koran kompetenzorientiert lernen. Einführung in die Qurandidaktik II“.

Khalid Dafir (2015)

www.dafir-khalid.at

Das Buch unterbreitet den Ansatz seines Autors zur Gründung einer reformorientierten Qurandidaktik. Er zeichnet eine religionspädagogische Linie der Integration, Inklusion und der hermeneutischen Toleranz in einer Zeit, in der das Wort Gottes zum Zündstoff und zum Trennenden geworden ist. Die politischen Entwicklungen, die fehlende Integration und die Gewaltbereitschaft sind unter anderem Ergebnisse der Unzugänglichkeit zum Text, dessen Verständnis zur Handlungsgrundlage vieler gilt.

Mit dem Korrektiven Qurandidaktischen Modell will der Autor einen gewagten Schritt in die fast verpönte Reflexion über das Konsensmäßige leisten und der islamischen Fachdidaktik einen Baustein zur Konstruktion eines kontextrelevanten und menschennahen Verständnisses vom Islam anbieten. Das Fehlen einer echten und verantwortlichen sozialen Berücksichtigung, die die theologische Debatte begleitet, nimmt diese Arbeit zum Anlass für ihre reformpädagogische Linie und leistet fachdidaktische Alternativen für die islamisch-religiöse Bildung.


Der Koran – pädagogische Reflexion in reformdidaktischer Hinsicht. Einführung in die Qurandidaktik I.

Khalid Dafir
Hamburg, Dr. Kovac Verlag, 2015

Das Buch versteht sich als ein Arbeitsbuch, ergänzt und konkretisiert die letzte Publikation des Autors „Der Koran – religionspädagogische Reflexion in reformdidaktischer Hinsicht. Einführung in die Qurandidaktik I“.

Das Buch bietet zu den 22 Suren und Aayaat der schulpädagogisch begründeten Auswahl Transkriptionen nach dem Mischtranskriptionssystem, Kernbotschaften der einzelnen Suren sowie den ausformulierten Bezug zur Realität der Schülerinnen und Schüler und methodisch ausgearbeitete Übungsbeispiele. Außerdem findet der interessierte Leser 54 verschiedene auf den Quranunterricht zugeschnittene Methoden zum Erlernen und zur Automatisierung sowohl des quranischen Originaltextes als auch dessen Bedeutung. Die Kernbotschaften basieren auf bekannten Exegesen, räumen allerdings dem Autor pädagogische Freiheiten ein.


Religionsunterricht vor den Herausforderungen religiöser Pluralität. Eine qualitativ-empirische Studie in Wien

Philipp Klutz
Münster 2015, Waxmann, Aus der Reihe: Religious Diversity and Education in Europe, Band 28


In Europa wird religiöse Bildung an Schulen vorwiegend als konfessioneller Religionsunterricht organisiert. Besonders die wachsende religiöse Pluralität stellt diesen zunehmend vor Herausforderungen. Aktuell wird in der Religionspädagogik die Frage nach der Organisationsform des Religionsunterrichts kontrovers diskutiert. Ist eine andere Form für jene, die ihn an der Schule verantworten und mittragen, überhaupt denkbar?

Diese Untersuchung widmet sich der Großstadt Wien, die wie andere europäische Städte einen hohen Grad an religiöser Pluralität aufweist. Mit Hilfe eines qualitativ-empirischen Verfahrens untersucht sie den schulinternen Diskurs um den Religionsunterricht an zwei höheren Schulen, an denen dieser organisatorisch an Grenzen gerät. Dabei analysiert die Studie Gruppendiskussionen mit Religionslehrerinnen und -lehrern sowie mit Mitgliedern des Schulgemeinschaftsausschusses. Die Erforschung dieser vielfach impliziten Einstellungen zu Religion und zum Religionsunterricht ist für die Entwicklung zukunftsweisender Formen des Religionsunterrichts von hoher Relevanz. Daher leistet die Studie einen wertvollen Beitrag zu einer kontextsensiblen Religionspädagogik.


Islam and Citizenship Education

Series: Wiener Beiträge zur Islamforschung

Aslan, Ednan, Hermansen, Marcia (Eds.)
Springer VS, 2015


The scholarly contributors to this volume investigate various means to stimulate and facilitate reflection on new social relations while clarifying the contradictions between religious and social affiliation from different perspectives and experiences. They explore hindrances whose removal could enable Muslim children and youth to pursue equal participation in political and social life, and the ways that education could facilitate this process.

Contents

  • Muslims in Europe
  • Citizenship Education
  • Religion and Citizenship Education
  • Values and Citizenship Education


Target Groups

Researchers and students interested in Public, Academics-Education, Religious and Migration Studies


Religiöses Lernen. Subjektive Theorien von ReligionslehrerInnen

Andrea Lehner-Hartmann
(Kohlhammer Verlag: Stuttgart 2014, Aus der Reihe: Praktische Theologie heute, Band 133)


Jenseits von Lehrplänen und Bildungsreformen wird die Unterrichtspraxis vom Selbstverständnis und den Zielen der Lehrenden mitbestimmt. Welche "subjektiven Theorien" von religiösem Lernen haben die Betreuungspersonen von ReferendarInnen? Die Betonung des "Andersseins" von Religionsunterricht, die in der Untersuchung deutlich wird, birgt die Gefahr in sich, dass Religion und religiöses Lernen am Rand von Schule und schulischem Lernen angesiedelt wird. Das verlangt nach vermehrter Arbeit, Religion im Lebensraum Schule sichtbar zu machen, um sie selbstbewusst in den Diskurs mit anderen Disziplinen einzubringen und zu einem pluralitätsfähigen Umgang in der Schule beizutragen.


Religious Education at Schools in Europe

V&R unipress: Goettingen 2014
(Wiener Forum für Theologie und Religionswissenschaft 10,2)


The project “Religious Education at Schools in Europe” (REL-EDU), which is divided up into six volumes (Central Europe, Western Europe, Northern Europe, Southern Europe, South-Eastern Europe, Eastern Europe), aims to research the situation with regard to religious education in Europe.

www.rel-edu.eu

Teil 1: Mitteleuropa

Martin Jäggle / Martin Rothgangel / Thomas Schlag (Hg.)
unter Mitarbeit von Philipp Klutz und Mónika Solymár


Mit dem vorliegenden ersten Band wird die Situation der Länder Mitteleuropas (Deutschland, Österreich, Polen, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ungarn) von Expertinnen und Experten der jeweiligen Länder dargestellt.

Part 2: Western Europe

Martin Rothgangel / Robert Jackson / Martin Jäggle (eds.)
in cooperation with Philipp Klutz and Mónika Solymár


The second volume outlines the organizational form of religious education in the countries of Western Europe (England, Ireland, Northern Ireland, Scotland, Wales, Belgium, France, Luxembourg, Netherlands). This is done on the basis of thirteen key issues, which allows specific points of comparison between different countries in Europe. Thereby the volume focusses the comparative approach and facilitates further research into specific aspects of the comparison.

Part 3: Northern Europe

Part 3: Northern Europe

Martin Rothgangel / Geir Skeie / Martin Jäggle (eds.)
in cooperation with Philipp Klutz and Mónika Solymár


The third volume outlines the organizational form of religious education in the countries of Northern Europe (Denmark, Sweden, Finland, Norway, Estonia, Lithuania, Latvia, Iceland). This is done on the basis of thirteen key issues, which allows specific points of comparison between different countries in Europe. Thereby the volume focuses the comparative approach and facilitates further research into specific aspects of the comparison.